Hat Gott Humor?
Ja dürfen’s denn das? Hört und liest man jetzt unweigerlich in jeder Auseinandersetzung mit den tödlichen Karikaturen. Wenig überraschend solidarisieren sich vor allem gläubige Menschen mit Muslimen und ihrem verletzten religiösen Stolz. Was muss man sie auch so provozieren, heißt es gern!
Zugegeben, ich bin wenig empfindlich, wenn Christen, Juden oder Muslime unter die satirische Lupe genommen werden.
Aber was ist, wenn mein mir heiliges Vegetarier-Dasein in den Schmutz gezogen wird?
Oder schlimmer noch, mein Katzen-Gott lächerlich gemacht würde?
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Bin ich dann noch bereit Meinungs- und Pressefreiheit zu verteidigen … JA! Selbst wenn man bei manchen Karikaturen Unbehagen verspürt, wo kämen wir hin, wenn wir auf religiöse Befindlichkeiten Rücksicht nehmen? Mit welcher Logik sollte man Obama, aber nicht den Papst lächerlich machen dürfen? Wer definiert, welche Religion zu schützen wäre? Was ist mit den Anhängern des Yeti Glaubens? Darf der scheue Yeti, der sich seinen Gläubigern nie zeigt (mit Ausnahme von Reinhold Messner), dargestellt werden? Muss man ihn vor den zynischen Medien, die nicht an seine Existenz glauben wollen, schützen?
Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition
(Johann Nepomuk Nestroy)




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