Nur noch sechs mal schlafen, dann holt uns das Christkind in die warmen Stuben und wir werden schön geschmückt. Die älteren Baumnachbarn haben oft von diesem großen Fest der Menschen erzählt. Genaues wusste zwar keiner, aber auf jeden Fall brauchen sie für die Feier einen Tannenbaum. Anscheinend ist es eine besondere Ehre, wenn man auserwählt wird.

Uns hat der Bauer mit dem Traktor schon vor ein paar Tagen aus dem Wald geholt. In dem Teich hat er uns deponiert, weil wir da länger frisch bleiben, wie er sagt. Er will uns seinen Kindern und Enkerln schenken haben wir gehört. Aber was passiert eigentlich mit uns wenn das Fest vorbei ist?

Elvis 2.0 lebt. In Viehhofen. Cooler, rockiger und ländlicher präsentiert sich der neue King. Voller Power,  wie sein Idol aus Memphis in den besten Jahren…

Am Wochenende hat der Wadltreiber alias Dominik Leitold zum Saisonauftakt im Orglerkeller in Maria Alm aufgespielt. Die begeisterten Fans lagen ihm zu Füßen – die männlichen wohlgemerkt. Die weiblichen Anhängerinnen haben keine Chance, denn das Herz des Alpenrockers ist schon vergeben … ♥

 

MALEFIZ  (=Missetat)

Rot und Schwarz bilden eine Blockade .

Blau wird trotzdem gewinnen.

Und Grün weit abgeschlagen bleiben.

 

Aber: Mensch, ärgere dich nicht!

Seit 1887 wird Esperanto gesprochen, eine Sprache, die entwickelt wurde, um die internationale Kommunikation zu erleichtern.  Bereits 1905 wurde der erste Esperanto Weltkongress abgehalten. Seither ist die Bewegung zwar konstant gewachsen und gründete Organisationen auf der ganzen Welt, aber den großen Durchbruch schaffte sie nie. In den 50er Jahren gab es auch eine Gruppe in Saalfelden, vielleicht kennt das noch jemand? Mein Vater ist damals mit dem Rad zu den Esperantokursen gefahren. Er war begeistert von der Idee einer gemeinsamen Sprache, die die Menschen vereint.

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Am 15. Dezember, dem Geburtstag von ihrem Erfinder, Ludwik Zamenhof,  feiern Esperantosprecher in aller Welt den Zamenhof-Tag, oder „Esperantobuchtag“.

Geboren wurde Zamenhof 1859 in der polnischen, damals zum Russischen Reich gehörenden Stadt Białystok, einer ethnisch gemischten Stadt, in der Polen, Weißrussen, Deutsche und vor allem Jiddisch sprechende Juden lebten.

Umgeben von diesem Sprachenwirrwarr träumte er schon früh von einer neuen, leicht zu erlernenden Sprache, die der zerstrittenen Menschheit ein neutrales Instrument liefern könnte. 1887 veröffentlichte er einen Entwurf in verschiedenen Sprachen. Der deutsche Titel lautete: „Internationale Sprache“, und so hieß zunächst auch die Sprache.

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Da Zamenhof um seinen Ruf als Arzt fürchtete, gab er die vierzigseitige Broschüre unter dem Decknamen Dr. Esperanto (Hoffender) heraus. Dieses Pseudonym setzte sich bald für die Sprache selber durch.  

Schade, dass Esperanto sich trotz seiner einfachen Grammatik nie durchgesetzt hat. Was wäre einem alles erspart geblieben! All die kostbare Zeit, die man in das Lernen fremder  Sprache investiert hat, nur um all die Vokabeln ganz schnell wieder zu vergessen.

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Übrigens bietet dieser kleine Langenscheidt Sprachführer für Esperanto aus dem Jahr 1925 ziemlich seltsame „Winke“ zum Erlernen fremder Sprachen:

„Begünstigt durch den Umstand, dass der Deutsche anerkannterweise besonders dazu befähigt ist, fremde Sprachen zu erlernen, dringt das Interesse für das Studium fremder Sprachen in immer  weitere Kreise“, heißt es da.

Was mich betrifft kann ich nicht bestätigten, dass die Deutschsprechende besonders befähigt wäre, fremde Sprachen zu erlernen. Drei Semester Spanisch an der Uni, zwei Jahre Russisch an der Volkshochschule, aber nie über das Stadium des Kennenlernens hinausgekommen …In Französisch maturiert, aber unfähig sich in dieser Sprache zu unterhalten ;-(

Einige Beispiele, auf welche herrlichen Sprachschöpfungen wir verzichten müssen, weil Esperanto ein Minderheitenprogramm geblieben ist:

  • Kürbis – Kukurbo
  • Fußball – piedpilko
  • Nachtgeschirr – urinujo (ev. nicht mehr gebräuchliches Vokabel)
  • Erkältung – malvarmumo
  • Frau – sinjorino, Frauensperson (!) – sinjorina mosto
  • es tut mir leid – mi bedauras
  • Berggipfel – monto pinto

Adventmarkt auf der Burg Kaprun! Das klingt vielversprechend und ist sogar noch stimmungsvoller, als man sich vorgestellt hat. Und auch viel wärmer, als man sich vorgestellt hat… DiePinzgauerin hat wieder einmal das Kleingedruckte nicht gelesen, das auf dem Programm ausdrücklich auf die geheizten Innenräume hinweist. Sich mit Schiunterwäsche und zwei weiteren Lagen gegen die vermeintliche Kälte im Innenhof der Burg gewappnet …

Also es ist warm, sehr gemütlich, sehr adventlich, es gibt viele schöne Aussteller, ein interessantes Programm und heute noch die Gelegenheit vorbei zu schauen!