Graffiti III

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Die weiße Wand hatte keine Chance.

Nach nicht einmal einem Monat “zieren” erneut Schmierereien die Unterführung. (siehe Vorgeschichte vom 9. und 24.10.)

Und wieder musste es trotz des kindisch anmutenden Gekritzels ein Hakenkreuz sein!

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P.S.: Auf Facebook wurde dieser Sachverhalt inzwischen eingehend diskutiert. Aufregung herrschte nur über das Geschmiere selber, und die Kosten für den Steuerzahler, aber nicht über den Inhalt.

Es wurde auch gemutmaßt es sei vielleicht gar kein Hakenkreuz, weil es seitenverkehrt dargestellt ist. “Ist das jetzt wirklich so ein Skandal?” meinte ein Poster.

Daher halte ich es für nötig, darauf hinzuweisen, dass es sich hier um ein strafrechtliches Delikt handelt.

Durch seinen eindeutigen Bezug zum Nationalsozialismus ist die Verwendung, Darstellung etc. eines Hakenkreuzes strafbar! Und zwar in all seinen Ausführungen, ob negativ, abgerundet, oder seitenverkehrt!

Egal ob das ein Lausbubenstreich, eine bsoffene Gschicht oder sonstwas ist!

7 Kommentare zu Graffiti III

  1. Richard Fernsebner

    Je größer die Empörung, desto größer der Reiz. Noch nie hatten die Schmierfinke ein besseres Publikum in Lofer…

  2. Vielleicht könnte man sie aber so aus der Reserve locken. Die Wand muss ja nicht weiß sein. Wenn sie schon gerne schmieren, warum nicht ein richtig schönes Bild. Sowas sieht man doch oft. Es gibt doch in Lofer auch Künstler die könnte man doch zusammen bringen oder?
    Im übrigen, Schmierer gibt es in jeden Ort nicht nur in Lofer. Egal ob sie auf einer Online Zeitung präsentiert werden oder nicht.

    • Die Hauptschüler haben bereits bei der ersten Aktion angeboten, die Wand in ihrer Freizeit künstlerisch zu gestalten, das wäre sicher eine gute Idee.
      Aber Wände gibt’s ja an sich genug, daran wird’s nicht scheitern…
      Bezeichnend ist, dass in Lofer und Umgebung nur über die “Schmierereien” der “Schmierfinke” debattiert wird, nicht aber über deren Inhalte.

  3. Richard Fernsebner

    Der Inhalt dieser Malereien ist wohl kein Thema zum Debattieren. Katharina Enn hat es auf den Punkt gebracht.
    Ich würde die Unterführung keinesfalls nochmals weiß machen. Wenn wir noch länger auf Facebook und Co darüber schreiben, steigt die Motivation für die “Künstler” ins Unermessliche.
    Früher hörte dieser vielleicht mal vereinzelt jemanden schimpfen. Heute sitzt er vorm Computer und lacht sich zu Tode über die kranken Postings vom Kopfgeld über das Krankenhaus bis hin zur Aussage, was er nicht für ein Verbrecher sei.
    So lösen wir das Problem nicht.

    • Im Gegenteil, das gehört auf jeden Fall debattiert.
      Schon deswegen, damit den Tätern, Bürgern und Gemeindevertretern klar wird, dass das kein Kavaliersdelikt, sondern eine strafbare Handlung ist!

  4. Meine Schüler haben mir von der neuerlichen Beschmierung berichtet. Sie waren ziemlich verärgert. Es scheint, dass fremdenfeindliche und nationalsozialistische Beschmierungen in der Unterführung Lofer von manchen Erwachsenen geduldet bzw. als völlig normal im Alltag wahrgenommen und nicht (mehr) thematisiert werden.

    • Gerade deshalb finde ich es so wichtig, dass es engagierte Lehrer gibt wie dich Kurt, die mit den Schülern diese Aktionen thematisieren.
      Diese Kinder werden zumindest nicht wegschauen und verharmlosen!

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