Vergängliche Kunstwerke

Feuerwerke sind Männersache. So wie Fußball.

Diese Erkenntnis verdankt diePinzgauerin den Pyrotechnikern Christian Pentz und Walter Legerer.

Dem kann sie nicht widersprechen, da sie sich für Beides wenig begeistern kann.

Argumente wie Geldverschwendung, Luftverschmutzung, Lärmbelästigungen etc. würden hauptsächlich von Frauen kommen, beobachten die zwei Experten. Was fasziniert also Männer so an dieser Sache?

„Das Spiel mit dem Feuer macht den Reiz aus“, sind sich Pentz und Legerer einig. Ein Großfeuerwerk sei ein Kunstwerk mit vielen Effekten, das man in den Himmel zaubert und damit Tausende Zuschauer begeistert. Für Laien sei es wohl auch die Faszination des Verbotenen, das nur zu Silvester erlaubt ist. Sie nutzen daher zum Jahresende die Gelegenheit, den Himmel zum Leuchten zu bringen.

Walter Legerer ist für das spektakuläre Feuerwerk beim Zeller Seefest verantwortlich, das mit rund 12.000 Schuss eines der größten im Land ist. Dauer, Farben und Größe der Effekte werden aufeinander abgestimmt und mit der Musik synchronisiert. Planung und Aufbau dauern gut einen Monat. „Das ist eine Mörderhockn“, erklärt Pentz, der Veranstalter des Spektakels. Das sei nicht nur sehr viel Arbeit, sondern erfordere viel Taktgefühl, sonst habe man keine Chance.

Zeller SeefestZu Silvester werden sie es wieder gscheit knallen lassen, obwohl sie gestehen: „Wir mögen es nicht laut, nur bunt“. Für Pentz ist das nicht nur eine schöne Tradition, sondern ein wichtiger Wirtschaftszweig. Angesichts der großen Mengen, die verschossen werden, passiere relativ wenig. Wenn etwas schiefgeht, sei das meist auf falsche Handhabung und bedenkliches Material zurückzuführen. Gefährlich seien hauptsächlich die illegalen Raketen: „Es gibt quasi einen Pyrotechnik-Tourismus nach Polen und Tschechien“ so Pentz. „Wenn etwas rieselt, ist es ein Glumpert“, da könne man sicher sein. Aber wenn etwqas passiert, sei es meist falsche Handhabung. Für den Notfall raten die Profis immer einen Kübel Wasser bereit zu stellen. Durchaus praktisch, dass Pentz auch Mitglied bei der Zeller Feuerwehr ist.

DiePinzgauerin könnte Silvester gut auf Feuerwerk verzichten. Sie gehört zu den passiven Zuschauern, die sich den Zauber aber trotz Lärm- und Giftbelastung gern ansehen. Heuer wird sie erstmals in ihrem Leben eventuell auch ein paar Feuerwerke zünden, da sie ja die Teile verwenden muss, die sie extra für das Foto gebraucht hat. An sich wäre sie aber durchaus dafür, die Feuerwerke nur noch den Profis zu überlassen. Eine schöne große Show um Mitternacht und aus! Auf jeden Fall keine Knallerei Tage vorher und nachher! Das nervt Frau und vor allem Tier! Danke für euer Verständnis, liebe Männer 😉

 

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