Vermutlich werden die Fans von Anna Fenninger ihr verzeihen, dass der Halleinerin Saalfelden nicht sehr geläufig zu sein scheint.
Zumindest hat sie es auf der Widmung für den Schiklub Saalfelden nur mit einem a geschrieben …
Obmann Gerhard Bernreiter hält das Plakat dennoch in Ehren. Es wurde im SK Büro direkt neben das Aushängeschild des Vereins, Felix Gottwald, platziert. Der erfolgreiche Spitzensportler hat es sogar aufs Cover vom Platzhirsch geschafft, wo sonst nur hübsche Mädchen vom Titelblatt lachen. Und er hat einen eigenen Stammbaum bekommen, der all seine Siege auflistet.
An den drei Donnerstagen im Advent sind die Anklöckler unterwegs. Eine besonders interessante und professionelle Gruppe ersang in Unken Spenden für die Kirchenbänke:
Pfarrer Ernst Mühlbacher (links) war selber als Hirte dabei. Der Geistliche ist nicht nur Kraft seiner Funktion ein wichtiger symbolischer Begleiter. Als Leiter des Gospelchors „Lord Singers“, ist er auch stimmlich ein großer Gewinn. Und er scheute sich nicht, auch im Supermarkt um milde Gaben zu bitten…
Für Alle, die nicht das Glück haben, von einem stimmgewaltiger Pfarrer besucht zu werden, hier eine lustige Hörkostprobe von den Anklöcklern im Konsumtempel, wo sie übrigens sehr willkomme waren:
Das Anklöckeln (auch Anklöpfeln) ist ein Heischebrauch, bei dem der Erhalt von Geschenken im Vordergrund steht. Heute wird meist für caritative Zwecke gesammelt. Die Anklöckler sind gern als Hirten und Engel verkleidet, Maria und Josef gehören auch dazu.
Früher zogen vor allem Knechte und Mägde, arme Leute und Kinder von Haus zu Haus. Sie haben sich damit zusätzliche Reserven für den Winter erbettelt. Das waren in der Regel haltbare Lebensmittel wie Kletzenbrot.
Die Umzüge waren streng auf die drei Donnerstage vor Weihnachten beschränkt. Mit dieser einst unumstößlichen Regel nimmt man es heute nicht mehr so genau. Viele Gruppen gehen dann, wenn sie Zeit haben, das ist oft auch am Wochenende. Selbst Pfarrer Mühlbacher richtet sich nach seinem Terminkalender und nicht nach dem Brauchtum …
Katharina Pichler Steiner vom Stefflhof in Saalfelden ist die würdige Bezirkssiegerin des Radio Salzburg Kekserlköniginnen Wettbewerbs!
Ihre Pinien Baiser Stangerl haben die Jury überzeugt. Dazu kann ich leider kein Urteil abgeben, weil ich ja nur fotografiert und nicht gekostet habe … ;-(
Aber es besteht schießlich die Möglichkeit das Rezept selber auszuprobieren. Bei mir werden sie zwar bestimmt nicht so gut gelingen wie bei der Kathi, aber ich wünsche euch gutes Gelingen!
Pinien Baiser Stangerl
Zutaten
200 g Pinienkerne 2 Dotter 300 g Butter 550 g Mehl 100 g Staubzucker Vanillezucker Salz
Zubereitung
Pinienkerne (ohne Butter) rösten, abkühlen lassen und mahlen. Butter, Mehl, Staubzucker, gemahlene Pinienkerne, Vanillezucker, Salz und Dotter zu einem glatten Teig verarbeiten und 1 Stunde kühlstellen. Für den Baiser 225 g Staubzucker mit 3 Eiklar steifschlagen (nicht zu fest) und mit 150 g Staubzucker und 2 Eiklar vermengen. Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen, kleine Stangerl oder Biskotten ausstechen, den Baiser mit dem Dressierbeutel großzügig (aber etwas Rand aussparen) aufspritzen und mit Pinienkernen bestreuen. Bei Unterhitze 180 Grad Celsius, Oberhitze 160 Grad Celsius.
Gewonnen haben übrigens die Schokoladen-Quittensterne von Annemarie Feichtinger aus Salzburg.
Die erste umfassende und wissenschaftlich fundierte Chronik über Zell am See wurde gestern im Ferry Porsche Center vorgestellt. „Zell am See – Eine historische Zeitreise“, von Rainer Hochhold ist ab heute im Buchhandel erhältlich.
Bei Michaela Weinlich bekommt man sie nur noch bis Ende Dezember. Die Tyrolia Buchhandlung in Schüttdorf gibt den Kampf um die Leserinnen und Leser auf.
Der Gegner heißt Amazon und ist aufgrund seiner Monopolstellung kaum zu besiegen. Der Onlinehandel boomt, und davon profitiert ein Konzern, der mit äußerst fragwürdigen Methoden arbeitet, wie inzwischen hinlänglich bekannt sein sollte. Die Praktiken wurden bereits letztes Jahr veröffentlicht und lösten zahlreiche Boykottaufrufe aus. Sie dürften längst wieder in Vergessenheit geraten sein.
„Sogar Lehrer und die Wirtschafts- kammer bestellen bei Amazon“, empört sich Weinlich. Obwohl die Firma keine Steuern zahlt, in Ländern, wo sie Geld verdient. Obwohl die Firma ihre Arbeiter nicht nur schlecht bezahlt, sondern auch mies behandelt, wie mehrere under-cover Storys eindeutig belegen. Und obwohl die Firma den heimischen Buchhandel und zunehmend auch die Verlage ruiniert.
Es hat den Anschein, als würde das die modernen Konsumenten nicht stören. 2013 ist die Zahl der Buchhandlungen um 5,2 % gesunken.
Beim Lokalaugenschein ist in der Buchhandlung so viel los, dass Michaela Weinlich kaum Zeit hat für das Fotoshooting. Das ist das Weihnachtsgeschäft, aber es geht sich halt trotzdem einfach nicht mehr aus, berichtet die Buchhändlerin. E-Books, Amazon, und dazu eine exorbitant hohe Miete, da sei ein Überleben an diesem Standort nicht möglich. Es gibt ein Angebot für ein anderes Geschäftslokal, daher besteht noch Hoffnung, dass die Buchhandlung weitergeführt wird. Weinlich hört trotzdem auf, sie wird sich neu orientieren.
Also wer noch auf der Suche nach passenden Geschenken ist – Bücher gehen immer, selbst für Lesemuffel! Herrliche Bildbände warten darauf unter dem Christbaum so richtig zur Geltung zu kommen. Die Chronik von Zell am See kann wärmstens empfohlen werden, ein wirklich schönes Buch.
Ich hab’s übrigens auch nur durchgeblättert, in der Hoffnung, dass das Christkind … :-)
Lenny muss sich jetzt auch an ein neues Platzerl gewöhnen – er kuschelt am liebsten unter der Kassa in der Buchhandlung.
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