Opfer Kind

Klara-015Passend zum vorigen Beitrag über die Notschlafstelle für Jugendliche erinnert der heutige Tag an die Gewalt an Kindern. König Herodes hatte alle Erstgeborenen in Bethlehem töten lassen, um alle möglichen Konkurrenten für den Thron auszuschalten. Der 28. 12. gedenkt dieses Massakers vor 2000 Jahren.

Um Jesus zu retten, mussten Josef und Maria nach Ägypten fliehen. Er wurde im Stall geboren, weil die Eltern niemand aufgenommen hat, und war kurz nach der Geburt auf der Flucht, weil sein Leben in  Gefahr war. Dieses Schicksal teilen viele Menschen.

Kinder erfahren weltweit und in allen sozialen Schichten Gewalt in unterschiedlichen Formen. Sie wird nach wie vor als “Erziehungsmittel” eingesetzt und in Form von psychischer und physischer Form ausgeübt.  Das reicht von Ablehnung und Demütigungen über Ohrfeigen bis zu Prügelstrafen.

In Österreich ist Gewalt in der Erziehung erst seit 1989 verboten. In den Köpfen vieler Menschen spukt leider immer noch die Mär von der “gsunden Watschn” herum. Und sogar ein vermeintlicher Held wie Felix Baumgartner steht zu dieser Form von Gewalt, weil es ihm schließlich auch nicht geschadet habe … Da wäre ich mir bei seinem Verhalten allerdings nicht so sicher.

 

2 Kommentare zu Opfer Kind

  1. Ach Gudrun, wie gut das es dich gibt. Selbst in unserem gelobten Land gibt es genügend Kinderleid.
    An die Kinder die für unseren Wohlstand arbeiten (Kakaobohnen, Baumwollernte, Haselnussernte oder in den vielen Herstellungsfabriken in der Dritten Welt) gar nicht zu denken. Wo Kinder verkauft oder vom Elternhaus verschleppt werden um für uns diverse Billigstprodukte herzustellen.

    • Danke Kathi, für diesen Hinweis. Das Thema Kinderarbeit brennt mir auch unter den Nägeln, ich hab’ nur noch keine Gelegenheit gesehen, es für das Provinzecho aufzuarbeiten. Natürlich hätte man darauf hinweisen können, wie viel Kinderspielzeug, das in der westlichen Welt unter den Christbäumen liegt, wohl von Kinderhänden hergestellt wurde …
      Aber allein der Gedanke ist so beklemmend, man mag sich damit gar nicht auseinandersetzen…

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