Hendl im Glück

Ausflugstipp um das herrliche Wanderwetter am Wochenende auszunutzen: die Peter Wiechenthaler Hütte in Saalfelden hat noch bis Ende Oktober geöffnet.

Hier auf 1752 m gibt es nicht nur einen grandiosen Ausblick, sondern auch die wohl glücklichsten Hühner weit und breit. Hansi der Gockel wurde hinaufgetragen, Lara, Leonie, Lisa, Laura und Lea durften mit der Materialseilbahn fahren.  Betreut werden sie von Angelina und Maximilian, die ihrer Oma Herta Gfäller helfen. Die Hüttenwirtin erzählt, dass sie rund 360 Eier pro Woche braucht, hauptsächlich für Knödel und Kaiserschmarrn. Soviel können ihre glücklichen Hühner natürlich nicht liefern, die legen pro Tag ein Ei. Aber mit denen werde ihr selbstgemachter Kuchen schön goldgelb.

Für das Gelingen des Kaiserschmarrns ist Sherpa Lucky zuständig, der seit zehn Jahren auf der Hütte arbeitet. Viele Wanderer zieht es auf die Hütte um einen Plausch mit dem stets fröhlichen Tibeter „Lucky“ zu führen. Saalfelden ist ihm zur zweiten Heimat geworden, nach Saisonende fährt er wieder nach Nepal und bietet dort Trekkingtouren an.

 

Survival Kit

Ein beliebter Klassiker: Damenhandtaschen und ihr Inhalt. Ein besonders interessantes Objekt wurde bei einer Besucherin des Salzburger Freilichtmuseums gesichtet. Johanna Hainisch war so freundlich, uns einen Blick in das faszinierende Innenleben ihres Körberls zu gestatten.

Nicht nur kaum zu glauben, wie viele Utensilien in der kleinen Tasche Platz finden, höchst verblüffend, was die begeisterte Tänzerin im Laufe der Jahre ansammelte und stets bei sich trägt! Man weiß ja nie, was man brauchen kann!

Ein Tanzkarte aus dem Jahr 2007,  Nähzeug, Pflasterl, ein Medaillon des Großvaters aus dem 1. Weltkrieg, Jagdmesser, Flaschenöffner, Süßigkeiten  und und und. Was natürlich nie fehlen darf, ist der Flachmann mit Selbstgebrautem!

Kulissendorf?

„Ich bin kein Wirt“, stellt Martin Herbst klar, als er ein aus seiner Sicht weltweit einzigartiges Tourismusprojekt für Lofer präsentiert.

Vier Traditionshäuser mitten im historischen Ortskern hat der Unternehmer in den letzten Jahren aufgekauft, die Betriebe dann jedoch geschlossen. Damit erweckte das Zentrum von Lofer einen zunehmend ausgestorbenen Eindruck.

Das will Herbst nun mit einem gemeinsamen Konzept für alle Betriebe ändern. Ein „Premium Gemeinwohl Resort“ soll entstehen, ein Leitbetrieb, der im Ort dominiert, ohne zu stören. Der Ortskern werde damit revolutionär erneuert, erklärt Herbst. Er lege Wert darauf, die historischen Substanzen zu erhalten, jedoch mit modernen Alleinstellungsmerkmalen zu versehen.

„Zukunft braucht Herkunft“ formuliert das Architekt Wolfram Putz. „In den Alpen zu bauen bedeutet, sich mit einer alten Kulturlandschaft auseinanderzusetzen“ Was sein Büro darunter versteht, beschreibt Querschläger Fritz Messner in den Salzburger Nachrichten als Potemkinsches Dorf. „Hinter die historischen Fassaden dieser Häuser will man ein riesiges Hotelprojekt mitten in den Ort stellen.“ Für ihn symbolisiere das Projekt den exemplarischen Niedergang unserer Dörfer, so Messner.post

  • Der jetzige Gasthof Post soll in einen Vier-Sterne-Betrieb mit 120 Zimmern umgebaut werden. Die historische Front würde erhalten bleiben, die Rückansicht präsentiert sich als ein moderner Gebäudekomplex, das den historischen Teil weit überragt.
  • Auch das Hotel Bräu wird umgebaut und nur die historische Hülle erhalten.  Das Traditionshaus wurde erstmals 1547 urkundlich erwähnt, hier haben bereits berühmte Gäste wie Kaiser Franz Josef I,  die Politiker Figl und Renner und Hollywood Legenden wie Richard Burton und Liz Taylor übernachtet. In Zukunft werden hier begüterte Senioren ihren Lebensabend verbringen, „Premium Living“ nennt sich dieses Projekt.shopper
  • Das Cafe Schopper teilt das Schicksal seiner Nachbargebäude und wird nur sein historisches Äußeres behalten. Nach dem Umbau wird es Appartements der gehobenen Klasse mit Blick auf die Loferer Steinberge und vermutlich ein Shop-in-Shop-Konzept beherbergen.

Die Gemeinde unterstützt das Projekt, um den „Stillstand“ zu beenden, wie Bürgermeister Norbert Meindl betont. Wenn bei notwendigen Behördenwegen keine Probleme auftauchen, soll 2014 der Spatenstich erfolgen.

2 x 50

Zwei bedeutende Jubilare feierten gestern in Saalfelden runden Geburtstag. Der Museumsverein und Bürgermeister Erich Rohrmoser wurden Fünfzig. Die Ständchen für diesen frohen Anlass kamen aus dem Zillertal. Fünf Mander in schwarzem Gwand und Hut, spielten in den altehrwürdigen Mauern von Schloss Ritzen groß auf, und stahlen den Geburtstagskindern fast die Show.  SASA verzichten auf elektronische Hilfsmittel und brillieren  auch als a-cappella Chor. Perfekte Musik für das Ambiente und den Anlass.

Wer sich der Gemeinschaft der 415 Mitglieder anschließen möchte, hat nicht nur im Schloss Ritzen, sondern in den wichtigen Landesmuseen freien Eintritt.

Derzeit im Museum zu sehen: Sonderausstellung von Geir Helgen „Museums. The World inside“. Witzige Zeichnungen über die Welt der Museen. Siehe Foto mit den drei Museumsdamen. Die Zeichnung hinter ihnen heißt: Cleaning the museum by the rules :-)

 

 

Tigerisch

Geschafft, kurz den Laptop in meine Pratze bekommen . Weil mei Mensch wird ja immer ganz hysterisch, wenn i nur in der Nähe der Tastatur herumschleiche. Aber behauptet i wär sein Assistent. Wie soll das ausschauen bitte, wenn man eh nix darf was lustig is?  Das soll einer verstehen! Überhaupt, lauter so komische Regeln. Ausgerechnet der interessante Küchentisch ist tabu! Wenn i das vorher gewusst hätte! Dann wär i sicher nit hier eingezogen. Und außerdem werde i ganz katzenungerecht gehalten. Draußen schneit’s, aber wir haben keine Heizung, nur einen Kachelofen! Wo doch jeder weiß, dass Miezis es warm haben mögen. DSC06367

Naja, mein Mensch hat ja a geglaubt, er kann mir Sojamilch unterjubeln. Netter Versuch. Hab i nit einmal ignoriert. Das is ja nämlich das Ärgste, der Mensch isst nie Fleisch, Wurst oder sonstige Leckerlis. Sehr verdächtig sowas. Dafür will er die ganze Zeit kuscheln und streicheln!

Völlig tigerunwürdiges Verhalten, das i mir natürlich nit gefallen lasse. Oje, da kommt er scho wieder und schimpft! Servus, i meld‘ mi wieder …