Auf meinen Test Besuch in der Tauern Spa Kaprun hab‘ ich mehrere Reaktionen bekommen. Ich hatte beklagt, dass mir der Weg in den Spa-Himmel verwehrt war, weil der Sykline Pool nur für Hotelgäste zugänglich ist. (Siehe Beitrag Expedition nach Kaprun)
Tatsächlich haben mehrere Personen glaubwürdig versichert, sie hätten den Panorama Pool bereits genutzt, aber nicht als Hotelgast. Im Prospekt der Anlage steht allerdings ausdrücklich: „Die Annehmlichkeiten des Hotels…mit einem zusätzlichen Panorama Spa nur für Hotelgäste…“ Um diese Verwirrung aufzuklären, wurde extra eine weitere Expedition nach Kaprun unternommen.
Die freundliche Dame an der Information konnte das Rätsel tatsächlich lösen. Die Broschüre sei seit der Eröffnung der Therme nicht mehr neu gedruckt worden. Die Angebote hätten sich seitdem allerdings geändert. Der Zutritt zum Hotel Panorama Spa mit gläsernem Skylinepool sei jetzt als „Relax! Tagesurlaub“ möglich. Allerdings zu einem stolzen Preis, wie die Dame selber feststellte.
Um 85 Euro könnte man im Pool schwimmen, und die Aussicht auf das Kitzsteinhorn genießen. Wenn man wollte. DiePinzgauerin hat aber keine Zeit und Lust auf einen Tagesurlaub in Kaprun. Sie wartet daher lieber auf die Badesaison im Zeller See. Dann kann sie gratis im See planschen und das herrliche Panorama genießen …
Moderner Architekturstil des Skyline Pools in Kaprun, mit Balkon und schrägem Dach.
Skyline Pool mit Glasfront über modernem Spa-Gebäude in Kaprun.
Moderne Architektur des Skyline Pools im Tauern Spa Kaprun mit Bergblick.
„Wer in Rauris eine Bank überfällt muss ein Vollkoffer sein“, meint der noch-amtierende Bürgermeister Robert Reiter (ÖVP). Das Tal würde sofort abgeriegelt, ein Dieb hätte keine Chance zu entkommen. Die Schließung des Postens ist für ihn daher kein Problem. (Wer weiß, wie lange es noch eine Bank gibt, die überfallen werden kann?)
Betroffen ist auch Maria Alm, Bürgermeister Alois Gadenstätter (Wählergemeinschaft) ist damit nicht einverstanden. In dem Fremdenverkehrsort halten sich zur Hauptsaison bis zu 10.000 Personen auf, eine Polizeipräsenz sei daher absolut erforderlich.
Dieser Meinung ist auch Franz Bauer, Geschäftsführer vom Tourismusverband Maria Alm. „Wir haben in Maria Alm 2000 Einheimische, aber im Winter 8000 Gäste, das wurde bei der Schließung nicht berücksichtigt.“ Er habe Verständnis dafür, dass gespart werden müsse, aber ein intensiver Tourismusort brauche eine Polizeipräsenz. Der nächste Posten in Saalfelden werde ja auch nur noch von Zell am See betreut.
Toni Rieder sieht die Situation als ehemaliger Polizist ebenfalls kritisch: „Durch die Ausdünnung der Exekutive leidet die Klärung der Kriminalfälle“. Er prophezeit einen Anstieg der Kleinkrinimalität, es werde z. B. mehr Schidiebstähle geben. Die Bevölkerung fühle sich durch diese Entwicklung unsicher.
Manche der befragten Almer haben zwar kurzfristig eine erhöhte Polizeipräsenz festgestellt, halten das jedoch nur für eine vorübergehende Beschwichtigungstaktik. „Bisher hat sich gezeigt: Was verringert wurde, hat sich nicht verbessert,“ ist der Bürgermeister skeptisch.
In den letzten Tagen konnte jedenfalls ein großes Aufgebot an Uniformen in Weißbach und Saalfelden beobachtet werden. Es schien, als habe man sämtliche Polizisten im Pinzgau jeweils an einen Ort konzentriert. Wohl eine der von Bezirkshauptfrau Rosmarie Drexler angekündigten Schwerpunktkontrollen.
Denn im Pinzgau ist die Zahl der Delikte im Vorjahr gesunken. Drexler führt diese positive Tendenz auf verstärkte Präsenz der Polizei zurück. Die Schwerpunktkontrollen würden Wirkung zeigen, diese Strategie werde daher 2014 fortgesetzt.
Wozu die ohnehin sehr effizient arbeitenden Radargeräte in Weißbach allerdings durch acht Beamte unterstützt werden müssen, entzieht sich meiner Kenntnis…
Wie geht’s mit den Fastenritualen? Nicht verzagen, die Hälfte der Zeit ist bereits geschafft! Das erste Bier, das erste Stück Schokolade wird nach diesen 40 Tagen besonders gut schmecken… DiePinzgauerin verzichtet ja das ganze Jahr auf Fleisch, fastet also quasi lebenslang. Echt hart ;-)
Zur Erinnerung – diese Zeit der Buße hat auch eine soziale Komponente: Was durch das Fasten gespart wird, soll eigentlich den Armen gegeben werden. Eine gute Gelegenheit zum Teilen bieten die Fastensuppen, die derzeit in den Pfarren angeboten werden. Damit tut man dem eigenen Körper und Gewissen gut, gleichzeitig leistet man mit einer Spende für die Suppe einen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit.
Macht außerdem Spaß, wie ich heute in Saalfelden feststellen konnte. Kinder der 4 B der Volksschule II haben nicht nur eine köstliche Suppe gekocht, sondern diese auch gekonnt selber serviert.
Ein Vergnügen, mit welcher Freude die stolzen Schülerinnen und Schüler ihre Suppe austeilten. Bei so viel jugendlichem Engagement und einer sinnvollen Kampagne schmeckt’s gleich nochmals so gut.
„Teilen macht Stark“ lautet das Motto der Aktion Familienfasttag.
Seit 1958 leistet die Katholische Frauenbewegung Österreich damit einen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf dem Thema „Faire Arbeitsbedingungen“. Wer keine Gelegenheit hat sich die Suppen schmecken zu lassen, kann sich auch auf www.teilen.at über die Kampagnen gegen die moderne Lohnsklaverei informieren.
Frau serviert eine ausgewogene Mahlzeit in einem Essraum während der Fastenzeit.
Vier Frauen in bunten Oberteilen lächeln am Tisch, umgeben von Getränken und Snacks.
Eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen im Gemeindesaal, lächelnd mit Fastenspeisen.
Nivea und Rostbraten. Zwei Bestandteile, die dafür verantwortlich sein könnten, warum Liesl Pirsch um Jahrzehnte jünger aussieht, als sie tatsächlich ist.
Das weitum bekannte Zeller Original wurde am 25. März 1922 in Gries geboren. Bei 13 Geschwistern war wenig da für Alle, aber die Liesl verliert keine Zeit mit Jammern über die harten Verhältnisse. Mit ihrem fröhlichen Wesen erzählt sie auch von den schwierigen Stationen ihres ereignisreichen Lebens mit viel Humor.
Wie sie 1938 bei der Post angefangen hat und zu Fuß zu den abgelegenen Bergbauern marschieren musste. Auch im Winter. Abhärtung nennt das die Liesl trocken. 1942 wechselte sie zur Bahn und war gerade im Dienst, als die Amerikaner gekommen sind. Eine aufregende Begegnung, weil man ja nichts verstanden hat!
1950 wurde geheiratet und die Liesl zog mit ihrem Mann nach Zell am See. Seither ist sie ein ausgeprägter Stadtmensch. Auf mein Angebot, sie quasi als Oma zu adoptieren und in mein Haus aufzunehmen ernte ich folglich schallendes Gelächter. „Was soll ich denn in St. Martin, da wird mir ja viel zu langweilig“, erteilt sie mir eine Abfuhr.
Schade, denn uns verbindet eine innige Beziehung. 25 Jahre lang hat sie bei der Bezirksbauernkammer gearbeitet, mein Vater war ihr Chef. Wenn sie von ihm spricht, bekommen wir beide wässrige Augen… Das macht uns zu Verbündeten, trotz getrennter Wohnsitze.
Die Liesl hat schließlich ihre Verpflichtungen in der Bergstadt, allen voran gegenüber den Eisbären, für die sie ebenfalls eine Ersatzoma ist. Weil ihre zwei Buben auch gespielt haben, ist die Liesl zum Eishockey gekommen. Wäscht und flickt das Gewand der Mannschaft und begleitet jedes Spiel. Seit 1964 hat sie nur Vier ausgelassen – wegen eines Aufenthalts im Krankenhaus.
„Es gibt nichts, was ich nicht getan habe,“ blickt sie gern zurück auf ihr bewegtes Leben. Zu ihren aufregendsten Aktionen zählen Ballonfahrten und Hubschrauberflüge. Mit zunehmendem Alter bekommt sie immer häufiger derartige abenteuerliche Geschenke, die ihr viel Freude bereiten. Furchtlos will sie noch alles ausprobieren, was einen Adrenalinkick verspricht …
Heißluftballonfahrt im Schnee mit einem älteren Paar und malerischer Berglandschaft.
Zwei Personen in warmer Kleidung genießen eine gemeinsame Zeit in den Bergen mit Schnee.
Ältere Dame im Helikopter, lächelt und interagiert mit Teammitglied in roter Kleidung.
Eine ältere Frau blickt lächelnd auf historische Schwarz-Weiß-Fotos an der Wand.
Bunte Kostüme und kreative Verkleidungen von Frauen und Männern bei einer Feier.
Liesl Pirsch genießt einen sonnigen Tag auf einem Boot inmitten der Berge Österreichs.
Lächelnde ältere Frau in Winterjacke und Fan-Schal am Hockeystand mit jungen Mann im Trikot.
Eishockey-Match mit Spielern in gelben und blauen Trikots, während Zuschauer zuschauen.
Zuschauer im Stadion bei einem Hockeyspiel, eine lebendige Atmosphäre und vielfältige Outfits.
Liesl Pirsch genießt ein Essen mit Bratkartoffeln und Salat in einer gemütlichen Umgebung.
Liesl Pirsch lächelnd mit Glückwünschen auf Karten, umgeben von bunten Strickmaterialien.
P.S.: Seit ich den Beitrag online gestellt habe, wurde ich schon von einigen Leuten darauf aufmerksam gemacht, dass es zur Liesl noch so viel mehr zu sagen gäbe. Das stimmt natürlich, darum ist es mir auch gar nicht leicht gefallen, dieses Portrait zu gestalten. Wenn man anfangen würde ihre vielen Interessen, die markigen Sprüche, die Hilfsbereitschaft zu dokumentieren – das würde kein Ende nehmen. Ich wollte einen Eindruck von der Liesl vermitteln und ihr mit dem Beitrag eine Freude zum Geburtstag machen. Als wichtige Wegbegleiterin wird sie in dem Blog ja bestimmt noch öfter auftauchen. Wer ebenfalls nette Erinnerungen und lustige Erlebnisse weiß, ist herzlich eingeladen, das hier mit uns zu teilen. Die Liesl wird sich bestimmt darüber freuen.
Der 26. März ist der Erfinde-Deinen-eigenen-Feiertag-Tag.
Das können wir natürlich auch an jedem anderen Tag des Jahres tun, aber heute ist es amtlich. Weltweit! Heute sind wir nicht auf irgendwelche Verrücktheiten angewiesen, wir können unseren eigenen Feiertag auswählen! Jeder Mensch kann sich aussuchen, welches Thema ihm besonders am Herzen liegt, was er gern machen würde, oder was gefeiert gehört.
Persönlich träumt diePinzgauerin von einem Tag des völligen Nichts-Tuns … nur essen, lesen, bloggen. Gesellschaftspolitisch würde ich einen Mölzer-Schweige-Tag begrüßen.
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